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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee erhöht ihr Offensivtempo

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee erhöht ihr OffensivtempoQuelle: Sputnik © Sergei Bobylew
  • 29.08.2025 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:59 Uhr

    Merz: Ukraine-Konflikt könnte noch Monate dauern

    Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet mit einer längeren Fortsetzung des Ukraine-Konflikts. Nach dem deutsch-französischen Ministerrat in Toulon sagte Merz während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron:

    "Möglicherweise wird dieser Krieg noch viele Monate dauern. Darauf sollten wir jedenfalls vorbereitet sein."

    Merz forderte "starke Sicherheitsgarantien" für Kiew und Gespräche mit den europäischen Staaten und den USA über die weitere Vorgehensweise.

  • 21:28 Uhr

    Russische Armee erhöht ihr Offensivtempo

    Russlands Armee hat seit Jahresbeginn ihr Offensivtempo beschleunigt, meldet der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow. Während einer Sitzung seines Ministeriums führt er dazu aus:

    "Ich betone die Zunahme des Offensivtempos unserer Streitkräfte in diesem Jahr. Während wir zu Jahresbeginn monatlich 300 bis 400 Quadratkilometer befreiten, sind es gegenwärtig 600 bis 700 Quadratkilometer."

    Beloussow fügt hinzu, dass die ukrainische Militär- und Industrieinfrastruktur durch russische Angriffe erheblich beschädigt wurde.

  • 20:56 Uhr

    Weitere Tote und Verwundete durch ukrainische Drohnenangriffe in russischen Grenzgebieten

    Ein Zivilist ist im Dorf Kamenski Chutor im russischen Gebiet Brjansk ums Leben gekommen, nachdem eine ukrainische Drohne sein Fahrzeug angegriffen hatte. Alexander Bogomas, Gouverneur der Region, meldet dazu auf seinem Telegramkanal:

    "Durch einen vorsätzlichen Angriff ukrainischer FPV-Drohnen auf ein fahrendes Zivilfahrzeug ist ein Zivilist ums Leben gekommen. Der Fahrer starb sofort, das Fahrzeug geriet außer Kontrolle und prallte gegen ein Zweifamilienhaus. Dadurch geriet das Haus in Brand."

    Bogomas fügt hinzu, dass die Bewohner des Hauses evakuiert wurden und Notdienste vor Ort im Einsatz seien.

    Parallel dazu ist ein weiterer Mann im Gebiet Belgorod durch einen ukrainischen Drohnenangriff verwundet worden. Der dortige Gouverneur, Wjatscheslaw Gladkow, berichtet:

    "Im Dorf Murom des Bezirks Schebekino wurde ein Mann durch einen Drohnenangriff verwundet. Er wurde mit Splitterverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert."

    Zusätzlich wurden nach Gladkows Angaben in zahlreichen Dörfern der Region Wohnhäuser und zivile Fahrzeuge durch Drohnenangriffe beschädigt.

  • 20:24 Uhr

    Russlands Verteidigungsminister: Ukraine verlor über 340.000 Soldaten seit Jahresbeginn

    Im laufenden Jahr hat das ukrainische Militär über 340.000 Kämpfer verloren, sagt Russlands Verteidigungsminister Andrei Beloussow. Während einer Sitzung seiner Behörde gab er bekannt:

    "Das Kampfpotential der ukrainischen Streitkräfte ist erheblich vermindert. Allein im laufenden Jahr haben die Streitkräfte der Ukraine über 340.000 Militärangehörige und über 65.000 Waffeneinheiten verloren."

    Beloussow fügt hinzu, dass über 60 Prozent der ukrainischen Rüstungsbetriebe durch russische Angriffe beschädigt wurden. Dazu führte er aus:

    "In diesem Jahr wurden 35 kombinierte Angriffe gegen 146 kritische Objekte des Gegners unternommen. Dadurch wurde die Infrastruktur von 62 Prozent der Schlüsselbetriebe des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine beschädigt."

  • 19:42 Uhr

    Sacharowa: Sicherheitsgarantien für Kiew sollten das Ergebnis von Verhandlungen sein

    Zukünftige Sicherheitsgarantien für die Ukraine sollten keine Bedingung für Verhandlungen sein, sondern das Ergebnis einer friedlichen Lösung unter Berücksichtigung der Ursachen des Konflikts. Dies erklärt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa:

    "Es ist notwendig zu verstehen, dass die Bereitstellung von Sicherheitsgarantien keine Vorbedingung, sondern das Ergebnis einer friedlichen Lösung ist, bei der die Ursachen der Krise in der Ukraine beseitigt werden. Das wird wiederum auch die Sicherheit unseres Landes gewährleisten."

    Die Diplomatin machte deutlich, was dies beinhalten müsse:

    "Demilitarisierung, Entnazifizierung, ein neutraler, blockfreier und atomwaffenfreier Status der Ukraine, Anerkennung der territorialen Realitäten, Sicherstellung der Rechte der russischen und russischsprachigen Bevölkerung sowie Beendigung der Verfolgung der kanonischen Orthodoxie."

    Sicherheitsgarantien müssten daher auf einem gemeinsamen Verständnis beruhen, das die Interessen Russlands einbeziehe. Gleichzeitig warnte Sacharowa, dass westliche Vorschläge für Sicherheitsgarantien nur zur Destabilisierung führen könnten. Die westlichen Staaten versuchten, den neutralen, blockfreien und atomwaffenfreien Status der Ukraine infrage zu stellen, obwohl dieser bereits in der Souveränitätserklärung von 1990 verankert ist:

    "Eine solche Linie verletzt das Prinzip der Unteilbarkeit der Sicherheit und weist Kiew die Rolle eines strategischen Provokateurs an unseren Grenzen zu. Sie erhöht das Risiko einer direkten Einbindung der NATO in einen bewaffneten Konflikt mit unserem Land. Das ist eine bekannte Taktik, die in der völkerrechtlichen Literatur beschrieben wird. Nichts Neues. Genau diese Art von strategischem Provokateur haben wir an unseren Grenzen."

  • 19:07 Uhr

    Ungarn weigert sich, die EU-Erklärung zur Verurteilung der Angriffe auf Kiew zu unterstützen

    Ungarn war das einzige EU-Land, das die Erklärung zur Verurteilung der Angriffe auf Kiew nicht unterstützt hat, wie aus einer gemeinsamen Erklärung hervorgeht, die auf der Webseite des Europäischen Auswärtigen Dienstes veröffentlicht wurde. In dem Dokument heißt es:

    "Diese Erklärung wurde von 26 EU-Mitgliedstaaten unterstützt (Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien und Schweden)."

    Der Konflikt zwischen Kiew und Budapest hat sich nach dem Angriff auf die Ölpipeline Druschba verschärft. Der ungarische Außenminister forderte die Ukraine auf, ihre Drohungen gegen die Republik einzustellen und die Angriffe auf die für die Energieversorgung des Landes kritische Infrastruktur zu beenden. Seit Anfang August wurde dreimal über Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf die Ölpipeline Druschba berichtet: am 13., 18. und 22. August.

  • 18:25 Uhr

    EU will mehr Militärausbilder in die Ukraine schicken

    Die Europäische Union erwägt die Entsendung von Militärausbildern in die Ukraine nach einem möglichen Waffenstillstand. Die Außenbeauftragte der EU, Kaja Kallas, sprach nach dem informellen Treffen von Verteidigungsministern der Mitgliedsstaaten in Kopenhagen von einer weiteren Intensivierung der militärischen Zusammenarbeit mit der Ukraine und sagte:

    "Wir sind bereits die größten Ausbilder für ukrainische Militärangehörige. Wir haben über 80.000 ukrainische Militärangehörige ausgebildet und sind bereit, noch mehr zu tun. Das kann die Entsendung von Militärausbildern aus der EU an ukrainische Militärakademien einschließen."

    Zuvor hatte Russlands Außenministerium mehrmals erklärt, dass jegliche Stationierung von NATO-Truppen in der Ukraine für Moskau inakzeptabel sei und die Gefahr einer weiteren Eskalation berge.

  • 17:42 Uhr

    Kolumbianische Söldner flohen aus Ukraine wegen Folterungen russischer Kriegsgefangener

    Kolumbianische Söldner, die aufseiten der Ukraine gegen Russland kämpften, sind eigenen Angaben zufolge vom Frontabschnitt geflohen, nachdem sie Zeugen grausamer Misshandlungen russischer Kriegsgefangener durch ukrainische Truppen geworden waren. Dies erklärt der Anwalt eines der Angeklagten, Maxim Korotkow-Guljajew, gegenüber TASS:

    "Als mein Mandant, José Aron Medina Aranda, in der Ukraine sah, wie Strafbataillone russische Kriegsgefangene brutal foltern, verstümmeln und töten, beschloss er, von dort zu fliehen. Er wusste, dass es sehr schwierig sein würde."

    Medina Aranda habe weniger als ein Jahr an der Front verbracht, wo er Alexander Ante traf, der sich ebenfalls zur Flucht entschloss. Laut dem Anwalt habe der ukrainische Geheimdienst SBU die Söldner zudem ständig einer ideologischen Propaganda unterzogen, die auch in spanischer Sprache erfolgte.

    Die beiden stammen aus der kolumbianischen Stadt Popayán und wurden im August 2024 in Moskau festgenommen. Laut FSB wurden bei Hausdurchsuchungen Bankkarten, Dokumente – darunter ein Wehrpass der ukrainischen Armee – sowie Uniformteile mit Abzeichen des Bataillons "Karpatskaja Setsch" und Fotos der Kolumbianer in Kiew sichergestellt. Letztere wurden auch in einer örtlichen Zeitung veröffentlicht.

  • 17:07 Uhr

    Selenskij: Militärische Eroberung ehemaliger ukrainischer Gebiete unmöglich

    Die Ukraine sei nicht in der Lage, mit militärischen Mitteln zu ihren alten Grenzen zurückzukehren, räumt der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij ein. Während seiner Pressekonferenz in Kiew stellte er fest:

    "Ein Ende des Konflikts kann entweder mit militärischen oder mit diplomatischen Mitteln erfolgen, doch wir verstehen, dass wir die Grenzen heute nicht mit Waffen wiederherstellen können. Der diplomatische Weg ist schneller und weniger verlustreich als der kriegerische."

    Anschließend warf Selenskij ein Hinauszögern des diplomatischen Prozesses vor und verkündete, dass der Chef des ukrainischen Präsidialamts, Andrei Jermak, mit dem US-Sonderbeauftragten für die Ukraine, Steve Witkoff, die Vorbereitung künftiger Treffen besprechen werde.

    Zuvor hatte Dmitri Peskow, Pressesekretär des russischen Präsidenten, angemerkt, dass Russland keine Intensivierung des diplomatischen Prozesses zur Ukraine beobachte, allerdings weiterhin an Verhandlungen interessiert sei.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.